228 Otto Bock Bewegungswelten

100 Jahre Dynamik und Bewegung

228 Otto Bock Bewegungswelten
228 Otto Bock Bewegungswelten
228 Otto Bock Bewegungswelten
228 Otto Bock Bewegungswelten
228 Otto Bock Bewegungswelten
228 Otto Bock Bewegungswelten
228 Otto Bock Bewegungswelten
228 Otto Bock Bewegungswelten
228 Otto Bock Bewegungswelten
228 Otto Bock Bewegungswelten
228 Otto Bock Bewegungswelten

228 Otto Bock Bewegungswelten

  • Name Otto Bock Bewegungswelten
  • Bauherr Otto Bock Holding GmbH
  • Ort Max-Näder-Str. 15, 37115 Duderstadt
  • Größe ca. 19.400 BGF
  • Projektierung 2009
  • Leistungsbild Wettbewerb (1-3)
  • Status -
  • Fotograf -
  • Kosten ca. 28.300.000,00€ (netto)
  • Kategorie

Am Firmenstandort Duderstadt ist der Neubau der „Ottobock Bewegungswelten“ als neues Wahrzeichen der Stadt geplant. Der Entwurf entwickelt die Architektursprache des Science Center Medizintechnik in Berlin konsequent weiter.

 

Ottobock Bewegungswelten

 

Wie eine riesige weiße Skulptur im grünen Park erhebt sich der Neubau in Duderstadt aus den ihn umgebenden gesichtslosen Industrie- und Gewerbebauten. Die Grundidee des Entwurfs basiert auf der Überlagerung von fünf Ringen, die den fünf verschiedenen Funktionsbereichen des Raumprogramms der Ottobock Bewegungswelten entsprechen: Werkstätten, Akademie, Ausstellung, Patient-Care und Verwaltung. Der Kreis gilt als Sinnbild für Bewegung und Geschlossenheit, damit stehen die ineinandergreifenden Ringe gleichermaßen für das sinnvolle Miteinander im Unternehmen wie für Dynamik und Entwicklung. Dies lässt sich auch auf das Unternehmen Ottobock übertragen: auf die Funktion seiner Produkte, die der Wiederherstellung der Mobilität von Menschen mit Handicap dienen wie auf die hundertjährige Geschichte des weltweit tätigen Medizintechnikunternehmens.

 

Gnädinger Architekten haben mit dem Science Center am Potsdamer Platz in Berlin eine über den Ort hinaus wirkende Corporate Architecture für Ottobock entwickelt. In Duderstadt wird diese Architektursprache mit Bauteilen aus Weißbeton und präziser Fassadengestaltung, die dem medizintechnischen Aspekt der Produkte  Rechnung tragen, konsequent fortgeführt. Horizontal mäandernde Fassadenbänder aus weißen Aluminiumblechen umwickeln die abgerundeten Gebäudekörper. Sie relativieren das große Volumen und schaffen gleichzeitig Eleganz und Leichtigkeit. Je nach Standpunkt des Betrachters verändert sich der Eindruck des Bauwerks aus konvexen und konkaven Formen stetig und fließend wie die Form selber. Dabei  bleiben die unterschiedlichen Gebäudefunktionen in der äußeren Gestalt ablesbar. So können die Ottobock Bewegungswelten wie ein gebauter, lebendiger Organismus wirken.

 

Ein wichtiges Element des Entwurfs ist die geschwungene Form der Auffahrtsrampen zum zentralen Eingangsfoyer, die den neu geschaffenen Platzraum der Otto Bock Plaza fassen. Zusammen mit dem riesigen frei auskragenden Vordach signalisieren sie dem ankommenden Besucher ein einladendes Willkommen. Von hier aus führt der Weg in die große Eingangs- und Ausstellungshalle. Über barrierefreie Rampen, Treppen und Aufzüge erreicht man auch alle anderen Funktionsbereiche der Bewegungswelten. Der 35 Meter hohe Office Tower bindet ebenfalls in die Halle ein. Er wächst als spiegelnder gläserner Zylinder aus dem Plateau der Akademie heraus und markiert weithin sichtbar, bei Nacht effektvoll illuminiert, den Firmensitz von Ottobock in Duderstadt. Von den oberen Geschossen und von der geschützten Dachterrasse eröffnet sich ein Panoramablick auf die mittelalterlichen Kirchtürme und Dächer und in die weiche Landschaft des Eichsfelds.

 

Dem Bereich Patient Care wird ein eigenes Gebäude im westlichen Grundstücksteil zugeordnet. Hier können Patienten in aller Intimität versorgt werden. Gleichzeitig haben sie direkten Zugang zu einem für ihre Bedürfnisse gestalteten Park.

 

Im Zentrum des Entwurfs liegt ein bereits existierendes Fertigungsgebäude. Dieses wird mit einer neuen freistehenden, runden Fassade formal so überformt, dass es sich nahtlos in die neue Corporate Architecture des Ensembles einfügt. Als „Gläserne Fabrik“ mit Cafeteria und einer neuen transparenten Fassade soll sich dieses Gebäude künftig dem Besucher der Bewegungswelten neu präsentieren. Gleichzeitig beherbergt es die lineare Verbindungsachse zwischen Akademie, geschütztem Parken und Office Tower sowie dem rückwärtig gelegenen Patient Care Bereich mit sich anschließendem Park.

Weiter:

282 Grunewald

Zurück:

212 Heidestraße 3